Miteinander im Wald

Die Wälder im Naturpark Rheinland werden von vielen Menschen genutzt. Dabei kommt es oftmals zu Konflikten zwischen Naturschutz, Forstwirtschaft, Sportlern und Erholungssuchenden.

Das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft hat daher die Kampagne "Miteinander im Wald" gestartet und ein paar Regeln aufgestellt.

"Wir sind Gäste im Wald"

  • als Erholungssuchende, die Ruhe und Entspannung finden möchten und die Einsamkeit im Wald genießen;
  • als Sportlerinnen und Sportler, die das Training an der frischen Luft lieben und sich bei ständig wechselnden Eindrücken in der Weite der Wälder bewegen;
  • als Nutzerinnen und Nutzer des nachwachsenden Rohstoffes Holz, der die Natur zum Menschen bringt, der Wärme und Behaglichkeit ausstrahlt und uns dabei ein gutes Gewissen im Umgang mit der Umwelt gibt;
  • als Bewahrer und Betrachter der Natur, die uns ihre Vielfalt präsentiert und uns durch Idylle und Wildnis unsere Verantwortung für die Schöpfung und die Bedeutung für die Zukunft vor Augen führt.
  • Der Wald bietet als Gastgeber jedem alles, aber keinem etwas Ausschließliches

"Wie man in den Wald hineinruft..."

Um allen individuellen Ansprüchen gerecht zu werden, müssen einige Spielregeln beachtet werden:

  • Erwidern Sie die Gastfreundschaft des Waldes durch respektvolles Verhalten gegenüber der Natur.
  • Nehmen Sie aufeinander Rücksicht und akzeptieren Sie die Anderen und ihren Anspruch an den Wald.
  • Entwickeln Sie Verständnis für die Anderen und ihr Tun.
  • Pflegen Sie einen freundlichen und höflichen Umgang miteinander– auch bei Konflikten. Diese wenigen Regeln helfen uns, den Wald besser miteinander zu erleben und Konflikte zu vermeiden.

"Der Wald ist nicht rechtlos"

Um den Wald und seine Gastfreundschaft zu schützen, hat sich die Gesellschaft für das Miteinander von Natur und Mensch im Wald Gesetze und Regeln gegeben.

  • Pflanzen und Tiere sollten dort belassen werden, wo sie von Natur aus sind; dort machen sie auch Anderen Freude.
  • Müll gehört nicht in den Wald.
  • Hunde dürfen auf Waldwegen nur dann frei laufen,wenn Sie sie jederzeit unter Kontrolle haben. Außerhalb der Wege und in Naturschutzgebieten sind Hunde grunsätzlich anzuleinen.
  • Autos gehören nicht in den Wald.
  • Radfahren ist nur auf Wegen gestattet.
  • Reiten ist nur auf dafür ausgewiesenen Wegen zulässig.
  • Campen Sie nur dort, wo es zugelassen ist.
  • Rauchen Sie nicht zwischen Anfang März und Ende Oktober im Wald.
  • Entzünden Sie grundsätzlich kein Feuer im Wald.

Verstöße werden geahndet. Aber soweit soll es nicht kommen. Unsere Spielregeln helfen, Konflikte zu vermeiden. Denn wir sind zu viele Menschen mit zu unterschiedlichen Zielen, als dass wir ohne Rücksicht aufeinander auskommen können. Und der Wald kann es auch nicht.

Hier das Faltblatt zur Kampagne Herunterladen

Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW ist zentrale Anlaufstelle für alle Belange rund um das Thema Wald und Holz in Nordrhein-Westfalen. Er bildet zusammen mit den Forstreferaten des Umweltministeriums NRW die nordrhein westfälische Landesforstverwaltung. 16 über das Land verteilte Forstämter garantieren die Präsenz „in der Fläche“. Ziel ist es, die vielfältigen Funktionen des Waldes auch für kommende Generationen zu bewahren und weiterzuentwickeln.

Für die Wälder im Naturpark Rheinland ist weitestgehend das Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft zuständig, das mit 28 Revierenund einer Waldfläche von etwa 60.000 Hektar das zweitgrößte Regionalforstamt im Landesbetrieb Wald und Holz NRW ist. Es ist im Zuge der Forstreform 2007 aus den ehemaligen Forstämtern Bonn, Eitorf und aus Teilen des Forstamtes Bergisch Gladbach entstanden.
Der Sitz des Regionalforstamtes ist Eitorf; ein weiteres Betriebsgebäude liegt in Bonn-Röttgen.

Kontakt:
Landesbetrieb Wald und Holz NRW
Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft
Krewelstraße 7, 53783 Eitorf
Telefon: 02243 9216-0
E-Mail: rhein-sieg-erft@wald-und-holz.nrw.de
www.wald-und-holz.nrw.de