

Das Leben der Menschen im Rheinland ist stark geprägt von ihrem Glauben. Seit Jahrhunderten hat sich eine von regionalen Eigenarten geprägte Glaubensausübung entwickelt, die den Menschen dabei hilft, ihren Alltag zu bewältigen. Hierzu zählen tägliche Gebete, Bräuche, Feste, Wallfahrten, Heiligenverehrungen, Mythen und Legenden. Die vielen Kirchen und Klöster im Naturpark übernehmen dabei eine bedeutende Rolle.
Das bekannteste Kloster ist die 1024 gegründete ehemalige Benediktinerabtei Brauweiler – das Naturparkportal zum Thema „Volksfrömmigkeit“. Nachdem Anfang des 19. Jahrhunderts im Rahmen der Säkularisierung alle geistlichen Einrichtungen aufgehoben wurden, ist die Abtei heute ein Baudenkmal von internationaler Bedeutung und Sitz des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege.
Besonders verehrt werden auch Menschen, die als Heilige lebten und sich durch vorbildliche christlichen Tugenden und Taten auszeichneten: zum Beispiel die heilige Lüfthildis, zu deren Grab in der Kirche von Meckenheim-Lüftelberg noch heute Wallfahrten stattfinden. Weit über die Region hinaus bekannt ist Adolph Kolping, der Anfang des 19. Jahrhunderts als Seelsorger und Sozialreformer seine Lebensaufgabe im Wirken für junge Menschen fand. Nach ihm ist einer der vielen Pilgerwege benannt, die durch den Naturpark führen. Der bekannteste ist wohl der Jakobsweg. Seit einigen Jahren gilt auch der Papsthügel auf dem Marienfeld des Weltjugendtages 2005 als eine neue Stätte der Andacht.