
Von Norden nach Süden durchzieht der etwa 50 km lange Höhenzug der Ville den zentralen Bereich des Naturparks.
Die größte Veränderung hat die Ville durch den Braunkohletagebau, der etwa in den 70er Jahren des 18. Jahrhunderts begann und durch die anschließende Rekultivierung erfahren.
Die in Jahrhunderten geprägten Feldfluren, Wälder und dörflichen Siedlungen mussten dem Tagebau weichen.
Im Zuge der Rekultivierung entstanden weite, ebene Feldfluren mit Einzelhöfen und kleinen Weilern, junge Laubwälder, neue Biotope und Landschaftsseen entstanden.
Die Gegensätze von alten Orten und jungen Biotopen, alten Landschaften und modernen Industrieanlagen bieten ein besonderes Natur-, Kultur- und Landschaftserlebnis.

Im mittleren Teil der Ville, wo im 19. und 20. Jahrhundert kleinflächig die Braunkohle abgebaut wurde, befindet sich heute die Ville-Seen-Platte, ein ca. 50 km2 großes ausgedehntes Waldgebiet.
Die über 40 Seen und junge Laubwälder lassen kaum erahnen, dass hier noch bis vor wenigen Jahren Bergbau betrieben wurde.
Dort, wo heute gebadet, radgefahren und gewandert wird, wurde zunächst mit Spitzhacke, später mit tonnenschweren Baggern Braunkohle abgebaut.
Nach der Rekultivierung hat sich hier wieder eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt angesiedelt. Viele der Seen stehen daher unter Naturschutz.
Die Ville-Seen-Platte bietet die unterschiedlichsten Freizeit- und Erholungsmöglichkeiten. An einigen Seen kann Wassersport betrieben und gebadet werden und es gibt ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz, das zu ausgedehnten Touren durch diese schöne Landschaft einlädt.