
15.10.2009
Am 24. und 25. Oktober beendet der Naturpark Rheinland mit einem besonderen Wochenendprogramm das Naturparkjahr 2009 und die Kampagne „Neues Entdecken“.
Seit April hat sich der Gewinner des Förderwettbewerbs Naturpark.2009.NRW mit mehr als 30 Veranstaltungen als Nordrhein-Westfalens „Naturpark des Jahres“ präsentiert. Hierzu zählen beispielsweise die Entdeckertage, „Expeditionen ins Rheinland“ und die „Naturpark Trophy 09“.
Bei der Abschlussveranstaltung bietet der Naturpark nochmals die Möglichkeit, die kulturelle und landschaftliche Vielfalt der Region zu entdecken. Insgesamt stehen an diesem Wochenende 24 kostenfreie Touren auf dem Programm. Sie werden von Partnern des Naturparks in allen 19 im Naturpark gelegenen Städten und Gemeinden sowie den drei Kreisen und den beiden kreisfreien Städten Köln und Bonn durchgeführt.
Das Angebot reicht von naturkundlichen Führungen über Mitmachaktionen für Kinder bis hin zur Schatzsuche mit GPS-Geräten. Entsprechend dem Motto der Kampagne werden nochmals ungewöhnliche Orte aufgesucht oder durch besondere Aktionen inszeniert. In Zülpich beispielsweise kann exklusiv der Wallgraben der früheren erzbischöflichen Landesburg erkundet werden. Bei Kartoffeln und Bratäpfeln machen die Stadthistoriker in Schein eines Lagerfeuers Stadtgeschichte zu einem spannenden Erlebnis. Ähnlich exklusiv geht es auch in Brühl zu, wenn der abends geschlossene Schlosspark für die Führung „Rokoko at night“ geöffnet wird. Im nördlichen Naturpark wird dann am darauffolgenden Tag bei einer Wanderung entlang der Tagebaukante viel Interessantes über die Gewinnung von Kohle und die Umstrukturierung der rheinischen Tagebauregion verraten. Beeindrucken hier vor allem die großen Schaufelradbagger, so kann man auf der Rundwanderung zu den Schauplätzen des „Werwolfs von Epprath“ das Fürchten lernen. Den Werwolf soll es hier Ende des 16. Jahrhunderts wirklich gegeben haben. Davon zeugt auch, dass der weltweit bekannteste Werwolf-Prozess in jener Zeit in Bedburg stattfand. Was es mit dieser merkwürdigen Geschichte auf sich hat, wird an den verschiedenen Stationen entlang des Weges aufgedeckt.
Ein wenig gruselig geht es auch im Naturparkzentrum Himmeroder Hof zu. Kurz vor Halloween und St. Martin werden hier Kürbissfackeln gebastelt. Das Fleisch wird zu einer schmackhaften Suppe verarbeitet und so geht es dann gut gestärkt auf einen Fackelzug mit Stadtführung durch die Rheinbacher Innenstadt.
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Weitere Informationen mit Hinweisen zu Startpunkten, Uhrzeiten und Voranmeldungen gibt es unter www.naturpark-rheinland.de/24