Hunde im Naturpark

Wir freuen uns, dass Sie mit Ihrem Hund im Naturpark Rheinland unterwegs sind.
Sicher möchten Sie wie wir Konflikte mit Mensch oder Natur vermeiden, die leider immer wieder auftreten.

Hier sind daher ein paar Regeln, die dabei helfen sollen:

Im Wald
Das Landesforstgesetz kennt nur eine Regel für das Mitführen von Hunden im Wald: Außerhalb der Wege muss der Hund angeleint sein. Das heißt, er darf frei herumlaufen, sofern er im Einflussbereich seines Besitzers oder seiner Besitzerin bleibt, nicht alleine die Wege verlässt und es sich nicht um ein Naturschutzgebiet handelt.

In der freien Landschaft
Laut Landschaftsgesetz gibt es in der freien Landschaft kein Anleingebot für Hunde. (Eine Ausnahme sind besonders geschützte Bereiche. Dort können andere Regeln gelten.)
Aber bitte lassen Sie Ihr Tier nicht auf landwirtschaftlich genutzten Flächen herumlaufen!
Wenn Hunde auf Feldern herumlaufen oder ihr Geschäft verrichten, können eingesäte Parzellen zerstört und die Bewirtschaftung und Ernte der Felder erschwert oder unmöglich gemacht werden. Heimische Feldtiere, wie der Feldhase, oder bodenbrütende Vogelarten, wie die Feldlerche, können durch Ihren Hund so schwer gestört werden, dass sie oder ihr Nachwuchs sterben oder andere Schäden entstehen. Dasselbe gilt auch für Pferde und andere Weidetiere.
Im Zweifelsfall wird der Hundebesitzer oder die Hundebesitzerin für Schäden und getötete Tiere haftbar gemacht.

In Ortschaften
Laut Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen gehört es zu den allgemeinen Pflichten eines Halters bzw. einer Halterin, seinen bzw. ihren Hund in innerörtlichen Bereichen mit Publikumsverkehr (wie in Fußgängerzonen oder ähnlichem) sowie in Park-, Garten- und Grünanlagen an der Leine zu führen. Ausnahmen bilden gesondert ausgeschilderte Hundeauslaufbereiche.

In Naturschutzgebieten
Dort ist das Anleinen der Hunde Pflicht und sowohl Herrchen und Frauchen als auch Hunde dürfen die Wege nicht verlassen.

In Landschaftsschutzgebieten
In Landschaftsschutzgebieten müssen Sie Ihren Hund zwar auf den Wegen nicht an der Leine führen, aber Sie müssen durch Anleinen oder andere Maßnahmen verhindern, dass er in Gebüschen, Feldgehölzen, im Wald und an den Ufern stehender oder fließender Gewässer wildlebende Tiere aufschreckt oder gar jagt.

Einschränkungen und besondere Regelungen
Große Hunde (mind. 40 cm, 20 kg) sind innerhalb von im Zusammenhang bebauter Ortsteile außerhalb von abgegrenztem Besitz auf allen öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen angeleint zu führen. Gefährlich eingestufte Hunde und Hunde bestimmter Rassen (die keine Verhaltensprüfung abgelegt haben) sind außerhalb von abgegrenztem Besitz grundsätzlich zu Leine und Maulkorb verpflichtet, auch im Wald und auf Feldwegen.

Manche Kommunen haben Regeln festgelegt, die die bestehenden Gesetze noch verschärfen.
So gilt zum Beispiel in manchen kommunalen Bereichen grundsätzlich Anleinpflicht.
Eine Ausnahmereglung im Naturpark Rheinland ist die, nach Seesatzung geregelte, Anleinpflicht für Hunde am Otto-Maigler-See in Hürth. In der Satzung für die Nutzung der Erholungsanlage Otto-Maigler-See vom 27.06.1984 - veröffentlicht im Amtsblatt für den Regierungsbezirk Köln, Nr. 31 vom 30.07.1984 - steht unter § 27 Hunde: Im Bereich der gesamten Erholungsanlage sind Hunde an der Leine zu führen.

Und auch dessen sollte sich jeder Hundebesitzer und jede Hundebesitzerin bewusst sein: Das Landesjagdgesetz NRW regelt den "Schutz des Wildes vor wildernden Hunden". Schließlich kann es vorkommen, dass ein freilaufender Hund ein Tier wittert, die Verfolgungsjagd aufnimmt und sich dadurch vollständig den Anweisungen des Besitzers oder der Besitzerin entzieht. Das Gesetz erlaubt sogar, wildernde Hunde abzuschießen, doch stets als letzte aller Maßnahmen zum Schutz des Wildes.