Hubert-Prott-Straße 148
Hubert-Prott-Straße 146, Detail
Hubert-Prott-Straße 144
Hubert-Prott-Straße 144, Detail
Hubert-Prott-Straße 138, Reiter
Hubert-Prott-Straße 136
An der Fließ 3

(Bilder: Stiftung KERAMION, Stiftung KERAMION, Stiftung KERAMION, Stiftung KERAMION, Stiftung KERAMION, Stiftung KERAMION, Stiftung KERAMION)

Ooms‘sche Baukeramik an den Häuserfassaden: Siedlungshäuser „Roter Block“ (1926-1927)

In Zusammenarbeit mit Kölner Künstlern entstanden in dem von Toni Ooms geleiteten Werk „Kalscheuer“ neben Steinzeugrohren und Feinkeramik viele baukeramische Arbeiten. Zunächst waren es kleine Gartenstücke, dann folgten die ersten Türrahmungen. Ab circa 1920 begann die Serienproduktion von Baukeramik. Zunehmend wurde sie auch in anderen Städten mit immer größerer Entfernung verwendet. Ab 1927 setzte sich der Frechener Bürgermeister Dr. Peter Toll stärker für die Ooms’schen Projekte ein. Der „Rote Block“ diente nicht nur als neu geschaffener Wohnraum für kinderreiche Familien, sondern war auch eine Art „Musterschau“ der lokalen Industrieprodukte mit Vorbildcharakter für benachbarte Gemeinden.

Die keramischen Türrahmungen in der Hubert-Prott-Straße und An der Fließ in Frechen-Bachem gehören zu den schönsten Beispielen heute noch existierender Ooms’scher Baukeramik in Frechen. Sie sind 1926 bis 1927 entstanden. Die einzelnen Keramikplatten sind durch Linienformationen, abstrahierte Pflanzenmotive sowie tanzende Aktfiguren verziert. Über der Tür des Hauseingangs Nummer 138 ist in einer Nische die keramische Darstellung „St. Georg“ mit dem Drachen zu sehen, ein beliebtes Motiv von Franz Albermann. Über dem Eingang Nummer 144 ist eine Madonna mit Kind aufgestellt. Diese Plastik trägt die Bezeichnung „Weihnachten“ und wurde zwischen 1924 und 1927 von Carl von Mering entworfen.

Dies ist der 5. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.

Adresse

Hubert-Prott-Straße 136

50226 Frechen-Bachem