
Ursprünglich war das Erdgeschoss des Hauses mit gelb-braunen keramischen Platten verkleidet, die nicht mehr erhalten sind. Heute dient nur noch die braun-grün glasierte Steinzeugplastik an der Fassade als ein Beispiel für die Oomssche Keramik in Frechen. Der „Blechschläger“ aus dem Jahre 1926 wurde von Franz Albermann entworfen. In ihrer historisierenden Gestaltung nimmt die Plastik Bezug auf das erlernte Handwerk des im Elektrowarenhandel tätigen Auftraggebers. Blechschläger oder Klempner ist die Berufsbezeichnung für einen Handwerker, der Feinbleche aus Eisen bzw. NE-Metallen (zum Beispiel Zink, Kupfer, Aluminium, Blei) verarbeitet zur Herstellung von Dacheindeckungen, Dachentwässerungen und Lüftungsanlagen, früher außerdem Flaschen und Haushaltswaren.
Das im Jahre 1963 entstandene Steinzeugrelief an der Wand im Durchgang des Hauses Nummer 11 zeigt einen Töpfer bei der Arbeit an der Drehscheibe. Die Konzentration des Mannes auf seine Tätigkeit wird durch die geschlossene Gesamtkomposition betont. Das Zusammenspiel von plastisch ausgeformten Elementen und tief eingeschnittenen Linien, der Kontrast zwischen naturgetreu genau ausgearbeiteten Stellen und den verschwindenden oder nur angedeuteten Details (wie die rechte Schulter, die Schürze oder das rechte Bein) sorgen für Dynamik, Plastizität und Lebendigkeit der Darstellung. Rechts unten auf der Reliefplatte erscheinen die Buchstaben „ST“, die Signatur des Künstlers Toni Stockheim.
Dies ist der 9. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.
Adresse
Hauptstraße 38
50226 Frechen