

Kurt Derckum (1904-1969) genoss ein besonderes Vertrauen und eine hohe Wertschätzung von Dr. Gottfried Cremer. Seit 1954 bis zu seinem Lebensende hat er eine Werkstatt in den Räumen der Steinzeugfabrik „Cremer & Breuer“ unterhalten. Dort experimentierte der ausgebildete Grafiker und Maler mit Ton und schuf handgedrehte Gefäße, Wandplatten und Plastiken.
Die Darstellung der Hauptfiguren aus dem berühmten Roman von Miguel de Cervantes am Haus Nummer 197 in der Alte Straße ist wie ein Puzzle aus dreißig Fliesen zusammengesetzt. Sie sind in einer zurückgehaltenen Tonalität mit nur zwei Farben ausgeführt. Dies ruft zusammen mit der feinen Ritztechnik, die Derckum bei dem keramischen Fliesenrelief verwendete, Ähnlichkeit mit einer Lithografie hervor. Das Werk ist 1957 entstanden. Es wurde wie die übrigen Keramiken von Derckum nicht in einem speziellen Töpferofen, sondern ähnlich den industriell gefertigten Steinzeugrohren im 80 Meter langen Tunnelofen gebrannt.
Dies ist der 21. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.
Adresse
Alte Straße 143
50226 Frechen