
Zum Ende der Karolingerzeit (um 1000 n. Chr.) wurde ein Teil des Gebietes der heutigen Stadt Frechen urkundlich an den Adel und an kirchliche Einrichtungen aus Köln verteilt. Vor diesem Hintergrund wurde Frechen erstmals in einer Urkunde erwähnt, in der der fränkische Kaiser Karl der Kahle entsprechende Besitzungen der Abtei Sithiu (später St. Bertin) in St. Omer (Nordfrankreich) bestätigte. Die Geistlichen von St. Omer waren die größten Grundbesitzer in Frechen und deshalb zum Bau einer Kirche verpflichtet. Sie ließen das Gebäude errichten und weihten es dem Gründer ihrer Abtei, dem Heiligen Audomar. Das Aussehen der damaligen Kirche, die 1583 durch einen Brand zerstört wurde, ist nicht überliefert. Die heutige Pfarrkirche ist die einzige St. Audomar geweihte Kirche in Deutschland.
Die keramische Vollplastik „Christus Welterlöser“ ist um 1930 als ein Element des Denkmals für die Stifter des Frechener Krankenhauses entstanden. Die Gemeinde Frechen hat es beim Werk „Kalscheuer“ in Auftrag gegeben. Anfangs war die Figur mit einem anderen Sockel auf dem nahe gelegenen Friedhof aufgestellt. Der Entwurf stammt vom Bildhauer Franz Albermann. Dabei hat der Künstler seinen Mitarbeiter, den Einrichter Peters, für das Werk Modell stehen lassen.
Christus wird hier als Retter der Welt, auf der Erdkugel stehend, präsentiert. Die Formen sind sehr weich, fließend und schmal. Dadurch erscheint die Gestalt zierlich und elegant. Auffallend ist der Kontrast zwischen der hohen, schlanken, frei stehenden Figur und der Monumentalität und optischen Schwere des Sockels. So entsteht der Eindruck der Leichtigkeit und des Schwebens der Christusfigur. Hand- und Körperhaltung verweisen mit der Segensgeste und dem Kontrapost auf die traditionelle Ikonografie der christlichen Darstellungen.
Das große Gipsmodell dieser Christusplastik wurde später zur Herstellung einer Zweitausfertigung in Bronze für ein Grab auf dem Melatenfriedhof in Köln verwendet.
Auf dem Kirchhof von St. Audomar findet man als weitere Hinweise auf die lange Keramiktradition in Frechen Grabkreuze der Töpfer aus dem 17. Jahrhundert. Darauf ist in den Stein gemeißelt das Berufszeichen von Frechener Töpfern abgebildet: die Töpferschiene. Mit diesem Werkzeug, auch Wirkholz genannt, werden die Gefäße beim Drehen geglättet. Die Darstellung der Töpferschiene erschien als Symbol für den Berufsstand auch auf den Schildern der Schützenkönigskette bei Töpfern, die zum Schützenkönig gewählt wurden.
Dies ist der 31. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.
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Kölner Straße
50226 Frechen