Der Biber kommt an die Gymnicher Mühle

In Nordrhein-Westfalen schreitet die Verbreitung des Bibers voran. Im Kreis Düren ist der Biber längst etabliert und bei einem großen Teil der Bevölkerung bekannt. Auch an der Erft ist damit zu rechnen, dass der Biber bald wieder regelmäßig anzutreffen ist. In Gebieten in denen das Tier als Rückkehrer wieder auftaucht, kann es bei der Bevölkerung, die meist wenig über das Tier weiß, gemischte Gefühle auslösen. Oft wird befürchtet, dass der Biber große Schäden anrichtet und sogar für den Menschen gefährlich werden kann.
Die Biologische Station im Kreis Düren informierte in dem Projekt „Der Biber kommt“ über die positiven und negativen Aspekte die mit der erneuten Ausbreitung der Tiere einhergehen. In Lehrerfortbildungen, Multiplikatoren-Schulungen und Patenschaften haben die Mitarbeiter ihr Wissen und die Erfahrungen im Umgang mit dem Biber weitergegeben. Es sollte erreicht werden, dass der Biber als alltägliches Wildtier wie z.B. Fuchs und Reh akzeptiert wird.
Auch im Naturparkzentrum Gymnicher Mühle hat im Februar 2017 eine solche Fortbildung stattgefunden, an der zahlreiche Umweltbildner teilgenommen haben. Damit das Naturparkzentrum zukünftig eigne Schulungen und Fortbildungen zur Biologie und Lebensraum dieses besonderen Tiers durchführen kann, wurde dem  Team am vergangenen Montag, dem 11. Dezember im Erftmuseum, eine besondere Dauerleihgabe von der Projektleiterin Maria Hinz verliehen: Ab sofort stehen ein Biberfell, ein Biberschädel und das sogenannte Castoreum, ein fetthaltiges Sekret, das der Biber zur Fellpflege und zum Markieren seiner Reviergrenzen benutzt, für pädagogische Programme zur Verfügung.

Wer die niedlichen Tiere in freier Natur beobachten möchte, kann das bei einem Besuch der Biberreviere im Kreis Düren erleben, den die Biologische Station Düren und den Rureifel – Tourismus e.V. anbieten. Im Rhein-Erft-Kreis beantwortet die Biologische Station Bonn/Rhein-Erft alle Fragen zum Biber.