Streuobstwiesen im Naturpark

Streuobstwiesen sind typisch für das Landschaftsbild der Region und wichtig für die kulturlandschaftliche Vielfalt. Sie bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. 2015 begann der Naturpark Rheinland mit den ersten umweltpädagogischen Aktionen zum Thema Streuobstwiese, in denen Schülerinnen und Schüler von weiterführenden Schulen sowohl theoretisch als auch praktisch alles Wissenswerte rund um das Thema Streuobstwiese erfahren.

Bis Frühjahr 2018 werden insgesamt sechs Aktionen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis stattfinden.

Das Projekt

Die Aktionstage sind Teil des Projektes der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V. „Eine runde Sache – Obstwiesenpädagogik an Schulen der Region Rhein-Sieg und in Bonn“, welches durch das LVR-Netzwerk Landschaftliche Kulturpflege mit einem Gesamtvolumen in Höhe von 300.000 € finanziert wird. Über einen Zeitraum von insgesamt 3,5 Jahren führt die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V. in Kooperation mit der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft e.V., den drei Naturparken Bergisches Land, Siebengebirge und Rheinland zahlreiche Aktionen an Grundschulen und weiterführende Schulen im Rhein-Sieg-Kreis durch.

Schulen gesucht!

Weiterführende Schulen im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, die Interesse an unseren Aktionstagen haben, können sich gerne melden. Nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen Sie uns direkt unter 02271-83 494 23 an.

Aktionstage in Rheinbach im September 2016

Am 12. und 13. September 2016 fand die dritte Aktion mit 45 Schülerinnen und Schülern der BioGeoChemie-Differenzierungskurse der 8. und 9. Klassen des Erzbischöflichen St. Joseph-Gymnasiums in Rheinbach statt.

Als Kooperationspartner arbeitete der Naturpark Rheinland bei dieser Aktion eng mit der Stadt Rheinbach, der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V., dem Verein „Neue Pfade“ und dem Naturparkzentrum Himmeroder Hof zusammen.

Die Streuobstwiese des Gymnasiums liegt unmittelbar am Schulgebäude und bot daher sehr gute Voraussetzungen für ein abwechslungsreiches Programm. An zwei Tagen erfuhren die Schülerinnen und Schüler erst theoretisch alles Wissenswerte rund um die Themenbereiche "Ökologie der Streuobstwiese", "Apfelernte und -sorten" und "Wildbienen und Fledermäuse". Am Folgetag konnten die Schülerinnen und Schüler an drei Stationen ihr neues Wissen direkt praktisch umsetzen. Es wurde Saft aus eigens geernteten Äpfel gepresst, Nisthilfen für Fledermäuse und Wildbienen gebaut und Ringe aus verschiedenen Apfelsorten geschnitten, die vor Ort gedörrt und probiert wurden.

Aktionstage in Bornheim, April 2016

Am 5. und 6. April 2016 fand die zweite Aktion mit zwei fünften Klassen der Heinrich Böll Sekundarschule auf der Streuobstwiese der Stadt Bornheim in Bornheim-Kardorf statt.

Der Naturpark Rheinland arbeitete bei dieser Aktion mit der Stadt Bornheim, dem Arbeitskreis Stadtbild und dem Imkerverein zusammen.

Die über 50 Schülerinnen und Schüler lernten im Bienenhaus des Imkervereins alles zum Thema Wildbienen und ihre Bedeutung für den Erhalt von Obstbaumbeständen und beobachteten Schafe bei der Obstwiesenpflege. Die sorgen nämlich als natürliche Rasenmäher dafür, dass durch das Abgrasen der Wiese die Flächen rund um die Obstbäume frei bleiben und nicht zuwuchern.
Im Rahmen dieser Aktion wurden auch drei alte Obstbaumsorten, die in der Region ursprünglich einmal heimisch waren, wieder angepflanzt.

Aktionstage in Wachtberg, Oktober 2015

Am 22. und 23. Oktober 2015 veranstaltete der Naturpark Rheinland zwei umweltpädagogische Aktionstage zum Thema Streuobstwiese mit der Stufe 7 der Sekundarschule Wachtberg.

Enge Kooperationsartner dieser Aktion waren der Wachtberger Streuobstwiesen e.V., der NABU Bonn und die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis.

Am ersten Tag legten die Schülerinnen und Schüler bei der Obstbaumpflege selber Hand an und bauten Nistkästen für die auf der Streuobstwiese heimischen Vögel. Auf dem Biolandhof Hochgürtel ging es am zweiten Tag ans Eingemachte: Die Schülerinnen und Schüler durften die selbst geernteten Äpfel mit einem Maischgerät eingenhändig zu Saft pressen. Zum Abschluss wurden die verschiedenen Apfelsorten frisch, gedörrt und zu Saft verarbeitet verkostet.