Boden aus keramischen Brennhilfen

Boden aus keramischen Brennhilfen im Alten Pfarrhaus (1738)

Das alte Pfarrhaus neben der neuen Heilig-Geist-Kirche in Frechen-Bachem datiert aus dem Jahre 1738. In den Fußboden im Flur des Hauses sind senkrecht aufgestellte Tonplättchen eingelassen. Diese dienten ursprünglich als Brennhilfen und wurden in Frechen als „Plätze“ oder „Plätzton“ bezeichnet. Die Töpfer legten sie, in Sand gewendet, beim Stapeln des Brenngutes zwischen die einzelnen Gefäße. So wurde die Ware vor der Gefahr des Zusammenhaftens geschützt. Nach dem Brand wurde der „Plätzton“ meistens als Abfallprodukt entsorgt. Manchmal fand man aber auch einen Weg zu seiner Weiterverwendung, z. B. als Element einer kunstvollen Fußbodengestaltung.

Ähnlicher Bodenbelag befindet sich in der St. Aegidius-Kapelle in Frechen-Hücheln.

Dies ist der 2. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.

Öffnungszeiten

Montag-Mittwoch 10:00-12:00

Adresse

Mauritiusstraße 94

50226 Frechen-Bachem

(Bilder: Stiftung KERAMION)