Grundriss Töpferofen

Grundriss Töpferofen (Ofentyp von 1868)

In der Blütezeit des Frechener Töpferhandwerks im 16.-19. Jahrhundert waren in Frechen bis zu 50 Töpferbetriebe gleichzeitig tätig. Der mit Pflastersteinen skizzierte Grundriss des Töpferofens „Am Kirchenhofe“ von Peter Thomer aus dem Jahr 1868 erinnert an diese Situation. Die Maße sind allerdings stark verkleinert: In der Realität war der Kannenofen doppelt so groß. Diese Steinzeug-Brennöfen in Frechen konnten je nach Größe und Art der eingesetzten Ware zwischen 5.000 und 15.000 Gefäße umfassen.

Der Frechener Kannenofen ist als Ofentyp ein liegender Ofen mit aufsteigender Flamme. Die Ofenanlage umfasst den Platz für den Heizer (Backesknäch) zum Bedienen des Brennofens, den Feuerungsraum (Schlung) für das Heizmaterial mit dem darunter liegenden Ascheraum und den anschließenden höher gelegenen Brennraum (Backes) mit dem Eingang in den Brennofen. Generell sind die Öfen auf eine Ost-West bzw. Nord-Südachse ausgerichtet, um beim Brennvorgang durch die Bedienung der Feuerung ungünstigen Windeinfall auf den Ofen besser regulieren zu können.

Im Frechener Oberdorf in der Broichgasse sind die Reste von historischen Töpferöfen für Irdenware und Steinzeug aus dem 17. bis 19. Jahrhundert im Jahre 1986 freigelegt worden. Zwei davon wurden konserviert, restauriert und überdacht und können ganzjährig von außen besichtigt werden.

Dies ist der 10. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.

Adresse

Antoniterstraße

50226 Frechen

(Bilder: Stiftung KERAMION)