STEINZEUG Abwassersysteme GmbH

„STEINZEUG-Keramo GmbH“ (ehemals „Rhenania“, gegründet 1903)

Mit der fortschreitenden industriellen Entwicklung kam es allmählich zu einem Niedergang der traditionellen Töpferkunst in Frechen. Viele Töpfer fanden eine Anstellung in den neu entstandenen Steinzeugrohrfabriken.

Die mechanisierte Fertigung von Kanalrohren in Frechen begann 1852 mit der Aufstellung der ersten aus England importierten Röhrenpresse in der Breite Gasse durch Heinrich Eduard Sticker. Im Jahre 1857 verlagerte er seinen Betrieb nach Köln-Lindenthal.

1862 begann der Betrieb von Adolph Meyer die Herstellung von Steinzeugrohren in der Breite Straße. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Frechen zwölf Fabriken, die Steinzeugrohre für die Kanalisierung der Städte herstellten. Zu den größten unter ihnen gehörte neben „Cremer & Breuer“ die Wolf-Gruppe mit dem Werk „Kalscheuer“.

Die alteingesessene Frechener Familie Wolf begann ihre industrielle Tätigkeit 1905 mit dem Bau einer Ringofen-Ziegelei östlich der heutigen Bonnstraße, in der Mauersteine für die Brikettfabriken hergestellt wurden. 1914 kam die Ziegelei „Hunzinger“ an der Elisabethstraße hinzu.

Der aus Kerpen stammende Toni Ooms war zunächst als Ingenieur im Kraftwerk „Geist“ tätig. Ab 1905 übernahm er die Geschäftsführung im Werk „Kalscheuer“ und leitete zahlreiche Neuerungen ein. So ersetzte er beispielsweise die Dampfkraft durch die Elektrizität. Von 1919 bis 1934 gab es in dem Betrieb eine eigene Abteilung für die Bau- und Feinkeramik. 1984 wurde das Unternehmen in „Rhenania“ und später in „Deutsche Steinzeug AG“ umbenannt. Seit 2010 ist die Steinzeug-Keramo Gruppe ein Unternehmen der Wienerberger AG und die einzige noch aktive Steinzeugfabrik in Frechen.

Dies ist der 35. Punkt auf dem Keramikweg in Frechen.

Adresse

Alfred-Nobel-Straße 17

50226 Frechen

(Bilder: Stiftung KERAMION)