Burg Gleuel

Das barocke Herrenhaus der Burg entstand in seiner heutigen Form im Jahre 1632. Damals ließ der Kölner Ratsherr und Kaufmann Johann von Cöllen den mit dem Giebel zum Hof ausgerichteten Flügel neu aufführen (Inschrift in der Giebelspitze SOLI DEO GRATIA 1632). Der zum Burgpark hin ausgerichtete, niedrigere Südwestflügel mit geschweiftem Treppengiebel ist deutlich älter. Vor dem Anbau stand er wahrscheinlich allein und besaß zwei Treppengiebel auf beiden Seiten. In dem neuen Flügel von 1632 befindet sich im Erdgeschoss der sog. Rittersaal mit Kölner Decke von 1682. Die in dieser Art nur selten erhaltene und daher besonders wertvolle Wandbemalung stammt aus dem 19. Jh. Die Burg Gleuel war seit dem Mittelalter immer ein Lehen des Kölner Domkapitels. Mit der Säkularisation 1802 ging sie in bürgerliche Hände über. 1976 wurde die Wasserburg von dem Architekten Ulrich Ahlert erworben, der sie seither umfassend restaurierte und die Vorburg auf dem alten Grundriss weitgehend neu errichtete. In einem Flügel der Vorburg befindet sich ein kleines, privates Automuseum. Die von einem Wassergraben umgebene Burg liegt in einem schönen Park, der frei zugänglich ist.

Adresse

Burgstraße

50354 Hürth-Gleuel

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(Bilder: Stadt Hürth (Bildarchiv))