Junkerburg in Geyen

Die Junkerburg - auch Junkerhof oder Geyener Wasserburg genannt - ist eine wehrhafte Anlage, die ursprünglich über eine Zugbrücke zugänglich war. Die heutige Burg entstand nach einem Brand 1664 auf den Fundamenten einer älteren Anlage. Bereits im 14. Jh. hatte Geyen einen Rittersitz, den sog. "Tollho" (=Zollhof an der Grenze zwischen kölnischem und jülichschem Territorium). Die "Herren von Geyen" verkauften diesen Tollhof an das Kölner Patriziergeschlecht Von Judde, das in Geyen den Canishof besaß. Nach Abbruch des "Tollhofes" wurde der Canishof von den Herren Von Judde zur wehrhaften Burg ausgebaut. Dieser war ein Lehen des Kölner Dompropstes, das von der adligen Familie Von Judde verwaltet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte kam die Burg als Lehen der Kölner Dompropstei in die Verwaltung verschiedener Adelsfamilien. Die Burg hatte die Funktion einer wehrhaften Fluchtburg für die bäuerliche Bevölkerung in Kriegszeiten. Im ausgehenden 18. Jh. ließen die adligen Besitzer die Burg durch Halfen (Pächter) bewirtschaften.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Burg in privatem Besitz und kann ggf. an Tagen des offenen Denkmals besichtigt werden.

Öffnungszeiten

Besichtigungen nur am Tag des offenen Denkmals möglich.

Adresse

Manstedtener Straße 21

50259 Pulheim-Geyen

Tel.: (02238) 842412

Junkerburg
(Bilder: Stadt Pulheim)