Motte Richelsberg

Bei Ausgrabungen auf dem 'Richardsberg' an der Großen Erft nördlich der Sindorfer Mühle stieß man auf die Überreste einer Motte - einer frühen Burgform, deren untere Geschosse mit einem Erdhügel "eingemottet" waren.

Man fand einen Balkenbelag, der mit römischem Abbruchmaterial, Grauwacke mit Mörtelresten und römischen Ziegeln beschwert war. In der Aufschüttung des Hügels wurden ein Balkenrost angetroffen sowie tief unter der Oberfläche der Motte karolingische Scherben, die die befestigte Anlage in die Zeit um 800 verweisen.

Die Motte wird erstmals im 13. Jahrhundert erwähnt; ehemalige Besitzer sollen erzbischöfliche Dienstleute von Sindorf gewesen sein.

Ein Teil der Anlage wurde durch die Erftregulierung zerstört.

Adresse

nördlich der Sindorfer Mühle

50170 Kerpen-Sindorf