Burg Efferen

Die einst wehrhafte Wasserburg Efferen lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Efferen gehörte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zum Herzogtum Jülich.

Efferen gehörte zum Herzogtum Jülich, weshalb die Burg für Jülich wie für die Stadt Köln bei deren langen Auseinandersetzungen mit dem Kölner Erzbischof strategische Bedeutung besaß und im 14. Jahrhundert von der Stadt Köln stark ausgebaut und befestigt wurde. Der dabei errichtete viergeschossige, gotische Torturm mit spitzbogiger Durchfahrt ist heute das einzige in der Stadt Hürth noch vorhandene mittelalterliche Profanbauwerk. Die mittelalterliche Burganlage umfasste zumindest noch zwei weitere, kleinere Türme.

Das heutige spätbarocke Herrenhaus ließ Franz Freiherr Karl von Bourtscheid ausweislich einer Eisenankerdatierung an der Nordostseite 1769 errichten. Das zweigeschossige, siebenachsige, unverputzte Backsteingebäude trägt ein hohes Mansardwalmdach. Die repräsentative Straßenfront wird durch einen Mittelrisalit mit aufgeputzter Eckquaderung und Zwerchgiebel mit Wappen der Erbauerfamilie betont. Die geschweifte, zweiteilige Turmhaube stammt ebenfalls aus der Barockzeit.

Der die Burg einst umgebende Wassergraben wurde leider im Zuge einer Verbreiterung der Bachstraße 1961 trockengelegt.

Adresse

Bachstrasse / Ritterstraße

50354 Hürth-Efferen

(Bilder: Stadt Hürth (Bildarchiv))