Roisdorfer Brunnen

Der Roisdorfer Brunnen diente seit alters her der Trinkwasserversorgung der Bornheimer Bevölkerung. Münzfunde wie die Trajanus-Münzen in der Trajanus-Heilquelle, der Ursprungsquelle, belegen die Nutzung der Quellen schon zur Zeit der Kolonialisierung durch die Römer vor mehr als 2000 Jahren.

Die Römer warfen als Opfergaben für die Quellgötter und Nymphen Münzen in den Brunnenschacht. So wurden seit 1830 in Roisdorf mehr als 2000 antike Münzen geborgen.

Seit 1775 wird die Quelle von seinen verschiedenen Eigentümern kommerziell genutzt. Der Mineralbrunnen kam jedoch erst wirklich in Schwung, als man sich ab 1876 ganz auf die industrielle Abfüllung und den internationalen Versand des Wassers in Tonkrügen konzentrierte. Heute steht der Roisdorfer Brunnen im Eigentum einer Kölner Kaufmannsfamilie.

Trotz der kommerziellen Nutzung der Mineralquelle blieb der Roisdorfer Bevölkerung der Zugang zum Brunnenwasser für die eigene Trinkwasserversorgung immer offen. Dies ist bis heute noch durch einen kleinen Wandbrunnen möglich, der sich im Innenhof des Betriebsgeländes der Roisdorfer Mineralquellen GmbH befindet.

Seit 2008 werden wieder ehemals traditionelle Brunnenfeste als Ausdruck der alten Verbundenheit von Mineralbrunnen und Roisdorfer Bevölkerung veranstaltet.

Der nahe gelegene Park mit Brunnenteich wurde um 1840 ehemals als Kurpark angelegt, wobei die damaligen Planungen, Roisdorf zum Kurort zu ernennen, aus finanziellen Gründen scheiterte.

Eine Sammlung der schönsten römischen Münzen kann in der Brunnenstube nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden.

Adresse

Brunnenallee 1

53332 Bornheim-Roisdorf

Tel.: (02222) 94160

(Bilder: Rhein-Erft-Kreis)