Flutmuseum, Themenroute und „Blaue Klassenzimmer“

Naturpark Rheinland erneut beim Landeswettbewerb „Naturpark des Jahres“ erfolgreich

Der Naturpark Rheinland hat zum wiederholten Male erfolgreich am Förderwettbewerb des Landesumweltministeriums für die Naturparke in NRW teilgenommen. Wie die Umweltministerin Heinen-Esser im Rahmen eines Pressetermins verkündete, erhält der Naturpark für die Umsetzung seines Wettbewerbsbeitrag „Naturpark Trittsteine“ rund 260.000 € aus Landesmitteln. Der Verbandsvorsteher des Naturparks, Landrat Frank Rock, der selbst im Bewerbungsvideo mitgewirkt hat, dankt der Ministerin und der Jury für die gute Nachricht: „Die Entscheidung des Ministeriums versetzt den Naturpark in die Lage verschiedene Projektbausteine umsetzen, die unter dem Eindruck der Hochwasserkatastrophe entwickelt worden sind und die für die Region und den Rhein-Erft-Kreis sehr hilfreich sind.“
Wesentlicher Bestandteil ist die Erweiterung des Erftmuseums am Naturparkzentrum Gymnicher Mühle. Die bestehende Ausstellung „KM51 – Das Erftmuseum soll um eine Sonderausstellung zur Flutkatastrophe ergänzt werden. Ziel ist es, durch die Dokumentation der Ereignisse im Sommer 2021 und die Darstellung der komplexen Zusammenhänge, die zu der Katastrophe führten, das Erftmuseum zu einem zentralen Ort der Erinnerung und Begegnung für die Menschen der Region auszubauen.
Ergänzt wird diese durch umweltpädagogische Maßnahmen. Dazu sind an der Swist und der Erft sogenannte „Blaue Klassenzimmer“ geplant. Schulklassen und anderen Gruppen sollen hier unter Anleitung Gewässer und die Auenlandschaft untersuchen können.
Geplant ist ein solcher „Außerschulischer Lernort“ unter anderem an den ehemaligen Klärteichen in Bedburg. Für die Umsetzung stehen hier, mit Unterstützung des Rhein-Erft-Kreises, rund 100.000 € zur Verfügung.
Ein weiterer Baustein des Naturpark Wettbewerbsbeitrag sieht vor, den Erftradweg zu einer Themenroute auszubauen und dadurch den Tourismus und die Naherholung zu fördern. Mit einem modernen Vermittlungssystem aus Infotafeln und digitalen Elementen sollen die Radfahrer entlang der Route auf die Besonderheiten von Natur und Landschaft aufmerksam gemacht werden. Außerdem sind 6 Raststationen mit Bänken, Tischen und Fahrradständern geplant.
Die Umsetzung der Projekte erfolgt in den Jahren 2022 bis 2024.

Hintergrundinformationen:
Die zwölf Naturparke in Nordrhein-Westfalen sind großräumige Schutzgebiete und nehmen rund 45 Prozent der Landesfläche ein. Sie stellen Erholungs- und Umweltbildungsangebote bereit, setzen sich für den Erhalt des Naturerbes und der Kulturlandschaften ein. Zugleich sind sie wichtige Akteure im ländlichen Raum, Naherholungsgebiet für die Ballungsräume und wichtige Partner im nachhaltigen Naturtourismus.
Alle drei Jahre schreibt das Umweltministerium den Wettbewerb Naturpark.Nordrhein-Westfalen aus und stellt hierfür rund 1 Mio. Euro zur Verfügung. Der Naturpark Rheinland ist 2009, 2015 und 2018 als Sieger aus dem Wettbewerb hervorgegangen.
Verbandsvorsteher des Naturpark Rheinland und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der 12 Naturparks in NRW ist Frank Rock, der Landrat des Rhein Erft-Kreises.

Weitere Informationen:
www.naturpark-rheinland.de
www.umwelt.nrw.de