Land NRW unterstützt Bildungsarbeit im Naturpark

Der Naturpark Rheinland wird auch im Jahr 2018 als Regionalzentrum im Landesnetzwerk „ Bildung für nachhaltige Entwicklung“ mit rund 110.000 Euro gefördert

[Bergheim/Erftstadt, 03.07.2018] Der Naturpark Rheinland hat sich auch in diesem Jahr wieder erfolgreich am Förderprogramm "Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in Umweltbildungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen" beteiligt. Das bestätigte am vergangenen Dienstag Viktor Haase, Abteilungsleiter im Ministerium für Umwelt, Natur, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in NRW bei einem Besuch im Naturparkzentrum Gymnicher Mühle. Haase überzeugte sich vor Ort von der Arbeit des Naturparkzentrums und übergab dem Naturpark, im Beisein des Erftstädter Bürgermeisters Volker Erner, einen Förderbescheid in Höhe von rund 107.000 Euro.
Mit dem Geld wird der Naturpark die Arbeit des im vergangenen Jahr eingerichteten BNE Regionalzentrums fortführen. Das Regionalzentrum mit Sitz in der Gymnicher Mühle ist Teil des Landesnetzwerks „Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Hierzu gehören mittlerweile 23 Bildungszentren in ganz NRW, für die das Umweltministerium in der aktuellen Förderphase rund 1,8 Millionen Euro bereitgestellt hat.
Das Förderprogramm wurde im Jahr 2016 durch das NRW Umweltministerium ins Leben gerufen, um Lernorte der Umweltbildung,  die ihre Arbeit im Sinne einer BNE durchführen, strukturell zu stärken und miteinander zu vernetzen. Im Fokus dieser Arbeit stehen, die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und mit Blick auf Mensch und Umwelt verantwortungsvolle Entscheidungen zu treffen.
Auch der Naturpark Rheinland orientiert sich in seiner Bildungsarbeit an den Prinzipien von BNE. Deshalb wurde er im April 2017 erstmals durch das Land ausgezeichnet.
Die Aufgaben des Regionalzentrums, das auch für die Kampagne „Schule der Zukunft“ zuständig ist, sind sehr vielseitig. Das vorrangige Ziel ist es, die vielfältigen Umweltbildungsaktivitäten und Akteure im Gebiet des über 1000 Quadratkilometer großen Naturparks zu bündeln, zu vernetzten und im Sinne einer BNE weiterzuentwickeln.
In den vergangenen Jahren ist im Netzwerk der vier Naturparkzentren -„Himmeroder Hof“ in Rheinbach, „Friesheimer Busch“ in Erftstadt, „Haus der Natur“ in Bonn und dem Naturparkzentrum Gymnicher Mühle - ein vielseitiges Bildungsangebot mit über 70 buchbaren Programmen geschaffen worden. Dazu gehört zum Beispiel das „Forschungsabenteuer Wasser“, bei dem Vorschulkinder dem „Leben in der Erft auf der Spur“ sind. Bei den Kursen „Die fitte Brotdose“ und „Tischlein deck dich“ stehen die Themen gesunde Ernährung und regionale Produkte auf dem Programm. Bei einem Kurs mit dem Titel „Abwasser im Boden? Aber klar!“ erfahren Grundschulkinder, ganz im Sinne einer BNE, wie man mit Trink- und Abwasser umgeht.  
Das Angebot der vier Naturparkzentren kann über den sogenannten „Bildungsfinder“ im Internet auf der Homepage des Naturparks abgerufen werden. Es findet sich aber auch in der neuen Broschüre „Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebote“, die ebenfalls im Rahmen der Förderung entstanden ist.
Besonders stark nachgefragt waren im vergangenen Jahr die sogenannten „Naturpark BNE Klassenziele“, bei denen der Naturpark die Schulen in der Region zu über 80 kostenfreien Klassenfahrten in die Naturparkzentren eingeladen hat. Mit Hilfe der neuen Fördermittel kann diese Aktion auch in diesem Jahr wieder ab Oktober angeboten werden.

Mehr Informationen unter www.naturpark-rheinland.de/bne

v.r.n.l Mareen Hüls (Leiterin Regionalstelle BNE); Hans-Joachim Kühlborn, Stadt Erftstadt, Volker Erner, Bürgermeister Stadt Erftstadt; Frank Scheer, stellv. Geschäftsführer Naturpark Rheinland, Dr. Christian Gattke, Erftverband; Viktor Haase, Abteilungsleiter MUNLV-NRW -- Fotografin Claudia Roeder