Zum Hauptinhalt springen

Sonntag, 2. Oktober 2022

Aktionstag Streuobstwiese

Am Sonntag, den 2. Oktober 2022 dreht sich alles um das Thema Streuobstwiesen.

 

Von 10 bis 16 Uhr gibt es zum ersten "Aktionstag Streuobstwiese" ein buntes Programm für Groß und Klein. Neben geführten Radtouren auf der Rheinischen Streuobstroute mit dem ADFC, werden an verschiedenen Standorten entlang der Route Mitmachaktionen von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft e.V., dem NABU Erftstadt, dem BNE Regionalzentrum und dem Naturpark Rheinland angeboten.

 

Die Teilnahme an den Aktionen ist kostenfrei!

Programm

10–16 Uhr: Die mobile Obstpresse kommt!

Nach vorheriger Anmeldung können im Innenhof der Gymnicher Mühle eigene Äpfel zu Saft verarbeitet und direkt wieder mitgenommen werden. Die Anmeldung ist beim Betreiber der Obstpresse ab Ende August 2022 möglich. Infos unter www.obst-auf-raedern.de

 

10–16 Uhr: Infostand der Biologischen Station
Am Infostand wird das neue LVR-Projekt "Zukunftsperspektiven für die Obstwiesen in Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis" vorgestellt. Wie steht es um die Streuobstwiesen in der Region und wie können sie erhalten und geschützt werden?  Vor Ort gibt es die Möglichkeit den frisch gepressten Saft zu probieren und käuflich zu erwerben.

 

11–16 Uhr: „Ohne Bienen nix los“, BNE Aktion

Neben einer Vielfalt an Futterquellen und Überwinterungsmöglichkeiten sind auch Nistmöglichkeiten wichtig für den Schutz der Wildbienen. Die Teilnehmenden erfahren Wissenswertes über die heimischen Wildbienen-Arten und bauen Nisthilfen.

 

11.30 Uhr: Start der geführten Radtour des ADFC (Anmeldung erforderlich), Treffpunkt Erftmuseum

10–16 Uhr: Infostand Biostation mit Handsaftpresse

Den ganzen Tag besteht die Möglichkeit selbst Apfelsaft zu pressen. Das Obst wird gemeinsam gesammelt und mit einer kleinen Saftpresse gepresst. Schon neugierig auf den Geschmack?

 

10, 12 und 14 Uhr: Insektenwelt erforschen - Kinderexkursion auf der Streuobstwiese

Ausgestattet mit Keschern und Becherlupen wird der Lebensraum Streuobstwiese ganz genau erkundet. Das spannende Leben von Wildbiene, Schmetterling und Co. steht im Mittelpunkt der Exkursionen, die jeweils um 10, 12 und 14 Uhr starten. Warum sind Insekten besonders gefährdet? und wie wir sie schützen können!

12–16 Uhr: Naturpark Infomobil mit Radler- Raststation

An dieser Station gibt es für die Radler die Möglichkeit sich auszuruhen und den Blick schweifen zu lassen. Eine kleine Verpflegungsstation steht zur Stärkung bereit. Es darf auch Streuobstwiesensaft verkostet werden.

 

12–16 Uhr: Infos zumHochkreuz

Der Bliesheimer Verein Rohmedräjer-Club e.V. erläutert Wissenswertes zum Hochkreuz und den Hintergründen und Aktivitäten des Vereins.

10 Uhr: Start der geführten Radtour des ADFC (Anmeldung erforderlich), Treffpunkt am Eingangstor zum Umweltzentrum Friesheimer Busch.

 

10–16 Uhr: Von Winterrambour bis Schafsnase – NABU Obstverkauf

Im Naturparkzentrum Friesheimer Busch wird die Vielfalt der heimischen Sorten in Form einer umfangreichen Obstsortenausstellung veranschaulicht. Mit einer großen, alten Handpresse wird vor Ort direkt Saft gepresst und verkostet und es werden interessante Hintergrundinformationen zu den alten Sorten gegeben. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit mehr über für Allergiker geeignetes Obst zu erfahren und es vor Ort zu kaufen.

Radeln und Naschen

Die Rheinische Streuobstroute

Die Stationen des Aktionstages Streuobstwiese liegen alle entlang der Rheinischen Streuobstroute.

 

Station 2: Naturparkzentrum Gymnicher Mühle

Adresse: Gymnicher Mühle 10, 50374 Erftstadt-Gymnich

 

Station 3: Streuobstwiese in Kerpen-Brüggen

Adresse: Mühlengasse (Höhe Hausnummer 17), 50169 Kerpen Brüggen

 

Station 6: Streuobstwiese am Bliesheimer Kreuz

Adresse: Lange Heide (Höhe Hausnummer 48), 50374 Erftstadt Bliesheim

 

Station 8: Umwelt- und Naturparkzentrum Friesheimer Busch

Adresse: Friesheimer Busch 1, 50374 Erftstadt-Friesheim

 

Alle Infos zur Radroute gibt es hier.

Das Projekt

Das Projekt „Zukunftsperspektiven für die Obstwiesen in Bonn und dem Rhein-Erft-Kreis" soll unseren regionalen Streuobstwiesen eine Zukunft geben und setzt dabei mit der Ausbildung von Obstbaumwarten und der Aufklärung privater Wiesenbesitzer auf zukünftiges ehrenamtliches Engagement.
Praktische Maßnahmen zum Erhalt der Flächen sollen hier eine Initialzündung geben. Zusätzlich sollen Funde alter Sorten durch Veredelung gesichert werden. Die Wiedererweckung des Interesses für den Lebensraum Streuobstwiese und die Nutzung dieses Kulturlandschaftselementes zählt zu den Zielen des Projektes.

Von 2022 bis 2024 wird es im Rahmen des Projektes weitere Aktionen u.a. im Naturpark Rheinland zum Thema Streuobstwiesen geben.
Das Projekt ist durch das LVR-Netzwerk Kulturlandschaft mit insgesamt 142.000€ finanziert und wird von der Biologischen Station Bonn/Rhein-Erft e.V. in Kooperation mit den Naturpark Rheinland umgesetzt.

Wertvolle Kulturlanschaft

Streuobstwiesen

Streuobstwiesen sind typisch für das Landschaftsbild der Region und wichtig für die kulturlandschaftliche Vielfalt. Sie bieten wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen.

Die Streuobstwiese ist eine traditionelle Form des Obstbaus. Wie der Name schon sagt, stehen meist hochstämmige Obstbäume verstreut auf einer Wiese. Dabei sind vor allem alte Obstsorten von Kirsche, Pflaume, Apfel aber auch Walnuss zu finden.
Die Wiese liefert Heu als Futter oder Einstreu für Tiere, die Bäume Obst zum direkten Verzehr und zur Weiterverarbeitung, z. B. zu naturtrübem Saft oder Dörrobst. Früher wurden Streuobstwiesen rund um die alten Ortschaften angelegt, so auch in Erftstadt und Kerpen. Sie dienten der Versorgung der Bevölkerung mit frischem Obst. Durch den wirtschaftlicheren Anbau von Obst in Form von Plantagen wurde der Streuobstbau jedoch immer weiter verdrängt. Er drohte aus der Landschaft zu verschwinden. Heute wird der Wert der Streuobstwiese für das lokale Klima und die Artenvielfalt wieder stärker wahrgenommen.
Für etwa 5.000 verschiedene Tier- und Pflanzenarten bietet sie Rückzugsraum, Nahrung und Brutplätze.

Naturparke, Naturschutzverbände und Biologische Stationen u. v. m. fördern den Erhalt der Obstwiesen. Zu den praktischen Arbeiten gehören beispielsweise die Pflege der Bäume mittels Obstbaumschnitt, die Mahd der Wiesen und natürlich die Ernte und Weiterverarbeitung der Äpfel, z. B. mit einer mobilen Apfelpresse.